Jeder trauert anders

Unser nächste Veranstaltung  zum Thema:


"Patientenverfügung und Co. Sicherheit für alle Fälle"

 

findet am Mittwoch , dem 9. Mai 2012 um 19.00 in Oststeinbek statt. Den genauen Veranstaltungsort teilen wir in den örtlichen Medien sowie auf dieser Hompage zeitnah mit.

 

Weitere Veranstaltungen in diesem Jahr:


Pflegeversicherung- wie treffe ich Vorsorge


Trauerspaziergang


Lyrisch-musikalischer Abend


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Nachfolgend können Sie einige Zeitungsberichte sowie Auszüge aus Beiträgen lesen, die der Verein jeden Monat in der örtlichen Vereinszeitung veröffentlicht.

 

 

Aus dem Dunkel zurück ins Licht (Bergedorfer Zeitung Mai 2010)

Verein für Trauernde gegründet (AID Mai 2010)

Abschied nehmen muss man üben (Bergedorfer Zeitung  März 2011

Abschied erlernen (Glinder Zeitung März 2011)

 



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Oststeinbek Aktuell Ausgabe:


Februar 2012

 

Liebe Leserinnen und Leser,
vor nicht allzu langer Zeit versuchte ich vergeblich einen Lieferanten, Herrn Reiff, telefonisch zu erreichen. Als mir das am nächsten Tag gelang, erklärte mir Herr Reiff entschuldigend, dass er auf eine Beisetzung gewesen wäre, und zwar auf der Beisetzung seiner Kollegin. Er meinte alle im Büro seien geschockt gewesen, als sie vom Unfalltod der so sehr geschätzten Mitarbeiterin gehört hätten. Keiner wisse genau wie er sich nun verhalten soll.

Wie geht man damit um, wenn ein Kollege stirbt? Trauer, die man sonst nur aus dem privaten Kreis kennt, ist mit einem Mal auch im beruflichen Umfeld präsent. Wie verhält man sich jetzt? Darf man am Arbeitsplatz trauern? Wie kann man schnell und gut in den Arbeitsprozess zurückfinden?
Oftmals bemerkt man die Lücke die ein Mitarbeiter, Kollege oder Chef hinterlässt gar nicht sofort. Das Ausmaß und die Bedeutung sind oft noch nicht absehbar.

Aber auch eine schwere Erkrankung eines Mitarbeiters kann Kollegen und Chefs überfordern. Viele haben Scheu den erkrankten Büronachbarn auf seine Krankheit anzusprechen. Hier ist die Devise: Seien Sie offen und bringen Sie Ihre Gefühle dem Erkrankten gegenüber zu Ausdruck. Auch er ist bestimmt unsicher. Zeigen Sie ihm, dass Sie sich ehrlich für ihn interessieren.

Manchmal kann aber nur ein Außenstehender bei der Trauerbewältigung, oder bei diesem „Krisenmanagement im psychologischen Bereich“ helfen. Wir, vom Verein „Jeder trauert anders e.V“, haben Adressen von professionellen Unterstützern gesammelt, die helfen können diese außergewöhnliche Situation zu überwinden.

Liebe Leserinnen und Leser,
leider standen bei Abgabeschluss für die Februarausgabe von Oststeinbek Aktuell noch keine genauen Termine für weitere Veranstaltungen fest.
Sicher ist, dass wir in diesem Jahr einen weiteren Vortrag über Patientenverfügung anbieten werden. Nachdem wir mehrere Anfragen bezgl. des Veranstaltungsortes bekommen haben, werden wir unter dem Motto “Patientenverfügung und Co, Sicherheit für alle Fälle“ unseren Vortrag in Oststeinbek halten. Wann und wo genau, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von unserem „grünen Blatt“, aus den Medien oder auf unserer Homepage.


Wir müssen uns von dem, was nicht mehr ist, lösen,
um weitergehen und etwas Neues beginnen zu können.
Dafür benötigen wir Kraft, und diese Kraft fließt uns zu aus der Trauer.


Jorgos Canacakis

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Januar 2012


Liebe Leserinnen und Leser,
wir hoffen, dass Sie die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel in Besinnlichkeit und mit viel Zeit zum Ausruhen und Kräfte sammeln genießen konnten.

Das Jahr 2011 brachte für uns vom Verein „Jeder trauert anders“ viele neue Erfahrungen.
Viele ratsuchende Trauernde meldeten sich bei uns, und wir konnten mit Gesprächen sowie Weiterleitung von Adressen und Informationen hoffentlich helfen. Außerdem organisierten wir vier Veranstaltungen.
Die beiden Vorträge über „Patientenverfügung und Co“ stießen auf großes Interesse, sodass wir im Jahr 2012 weitere Themenabende anbieten werden.

Auch der Gesprächsabend mit Frau Kerstin Grothe vom ambulanten Hospizdienst Reinbek zum Thema „Abschied nehmen muss man üben“, wurde von den Zuhörern sehr wohlwollend aufgenommen. Frau Grothe sprach über Abschiede, eigene Erfahrungen, Trauerphasen und Trauerrituale. Wir freuen uns, dass die Veranstaltung auf so positive Resonanz stieß.

Am  24.November 2011 organisierten wir zum ersten Mal einen
„Lyrisch-musikalischen Herbstabend“. Die Räumlichkeiten im Weinhaus Boberg waren gut gefüllt und die Zuhörer vollauf begeistert. Herr Holger Daedler brillierte mit seinen Gedichten und Geschichten von Eugen Roth, animierte die Zuschauer/ -hörer teils zum Mitmachen und sorgte für eine ausgezeichnete Stimmung. Natürlich war Markus Baltensperger ein großer Gewinn für diesen Abend. Er spielte und sang zum großen Teil eigene Songs und erhielt von den Zuhörern sehr viel Zuspruch.
Auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank für den tollen Abend!

Für das Jahr 2012 haben wir schon einige gute Ideen für weitere Veranstaltungen. Näheres lesen Sie in den kommenden Ausgaben von Oststeinbek Aktuell oder auf unserer Homepage.

Falls Sie Adressen von Institutionen benötigen, die Trauerhilfe jeglicher Art anbieten, rufen Sie uns an. Vielleicht haben wir in unserem Netzwerk genau die Organisation die für Sie geeignet ist.



Liebe Leserinnen und Leser,

wir wünschen Ihnen ein Jahr ohne Seelenschmerzen und ein Jahr ohne Sorgen,
so viel Erfolg wie man braucht um zufrieden zu sein,
nur so viel Stress wie man verträgt um gesund zu bleiben,
mit so wenig Ärger wie möglich
und so viel Freude wie nötig, um 366 Tage (Schaltjahr) lang rundum glücklich zu sein.

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Dezember 2011

 

Liebe Leserinnen und Leser,

im Oktober 2011 organisierten wir eine weitere Veranstaltung zum Thema

Patientenverfügung und Co, Sicherheit für alle Fälle“.

Der  Vorsorgeanwalt Wolfhard F. Klatt referierte zu diesem Thema.

Womit wir allerdings nicht gerechnet haben, war die wirklich große Resonanz. Mehr als 50 Teilnehmer konnten wir begrüßen. Für uns vom Verein „Jeder trauert anders“ ist das ein Grund mehr im kommenden Jahr – und dann auch in Oststeinbek- einen weiteren Themenabend zu veranstalten.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

auch im Dezember 2011 fragt man sich wieder (wie eigentlich in jedem Jahr), wo ist die Zeit geblieben. Das Jahr scheint weniger Tage, Wochen und Monate zu haben als in unserer Jugend, und Weihnachten scheint immer früher zu sein…

Weihnachten, die Zeit auf die sich die Kinder das ganze Jahr freuen, aber auch die Zeit in der Trauernde manchmal noch trauriger sind.

Ein junger Mann, der den Verlust seiner Eltern zu beklagen hat, schrieb uns folgende Zeilen:

Es ist schwer zu begreifen, zu verstehen wie sich das Leben doch geändert hat. Gerade die Eltern, die mein „Weihnachtsgefühl“ geprägt haben, sind in diesem Jahr nicht mehr da. Ich wünsche mir, jemanden an meiner Seite, der die Trauer um meinen geliebten Vati und meiner Mutti versteht, der mich versteht, der weiß wie sich diese Trauer anfühlt.“

 

Wir wünschen Ihnen, dass Sie jemanden  an Ihrer Seite haben, der Sie in Ihrer Trauer auch versteht, der zuhört ohne viel zu fragen.

Falls Sie Adressen von Institutionen benötigen, die Trauerhilfe jeglicher Art anbieten, rufen Sie uns an. Vielleicht haben wir in unserem Netzwerk genau die Organisation die für Sie geeignet ist.

 

In der Januar Ausgabe werden wir auch von unserer „Lyrisch musikalischen“ Veranstaltung berichten

die am 24.November 2011 (nach Redaktionsschluss für die Dezember Ausgabe von Oststeinbek Aktuell) stattgefunden hat.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge sowie ein sorgenfreies Jahr 2012

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November 2011

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

und schon wieder ist November. Dieser Monat mit den vielen traurigen Gedenktagen.

Wenn dann auch noch das Wetter trüb und dunkel ist, braucht die Seele Trost. Dieses Wort Trost sagt sich so einfach, aber Trost geben oder ihn anzunehmen ist manchmal sehr schwierig. Was ist eigentlich Trost? Trost ist der unmittelbare und persönliche Beistand, der einem Menschen von einem anderen zugewendet wird. So manch einer denkt vielleicht Trost bedeutet zu sagen: „Es wird schon wieder“. Oder  „In ein paar Tagen/Wochen lachst Du wieder“. Aber Trösten soll nicht „Vertrösten“ sein. Wer wirklich Trost schenkt, der lässt den anderen spüren: „Du bist nicht allein, es gibt Menschen die Dich begleiten, die bei Dir sind.“ Natürlich muss man Trost auch annehmen können, und das ist fast genauso schwer wie Trost zu schenken.

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wir vom Verein „Jeder trauert anders e.V“ wollen Trost spenden. Darum haben wir uns etwas Spezielles  einfallen lassen. Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung ein, die dieses Mal nicht nur informativ sondern vor allem unterhaltsam sein soll.

Freuen Sie sich mit uns auf einen

Lyrisch-musikalischen Herbstabend

mit Gedichten und Geschichten von Eugen Roth sowie Live-Musik der besinnlichen Art.

 

Die Veranstaltung findet statt am:

Donnerstag, dem 24.November 2011

um 19.30 Uhr

im „Weinhaus -Boberg“

Am Langberg 104
21033 Hamburg

Herr Holger Daedler trägt heitere und beschauliche Gedichte und Geschichten von Eugen Roth vor. Der bekannte Oststeinbeker Sänger und Musiker  Markus B. spielt und singt gefühlsbetonte und ausdrucksvolle Lieder.

Der Abend soll etwas Besonderes sein. Musik und Gedichte erleben wir selten in diesem harmonischen Zusammenspiel. Durch ein Event wie dieses, werden Musik und Lyrik zu einem besonderen Erlebnis der Sinne.

Die Veranstaltung ist also für Jedermann gedacht, nicht nur für trauernde Menschen.

Der Eintritt beträgt fünf Euro. (Abendkasse sechs Euro)

Kartenvorverkauf ist im Weinhaus Boberg oder direkt beim Verein

„Jeder trauert anders e.V.“. Telefonische Kartenvorbestellung möglich.

Das Kartenkontingent ist begrenzt.

 

 

Der Tod kann Körper und Liebende trennen.

Nur Seelen und Liebe trennt er nicht.

Spruch auf einem Gedenkstein in Gorlosen  (Mecklenburg-Vorpommern)

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Oktober 2011

 

Liebe Leserinnen und Leser,

wussten Sie, dass sich seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs im Jahr 2003 Ärzte an Pateientenverfügungen halten müssen, da sie sich sonst wegen schwerer Körperverletzung strafbar machen? Aber was wird eigentlich in einer Patientenverfügung geregelt?

Viele Fragen treten hier auf:

Wer braucht eine Patientenverfügung? ---Ist sie heutzutage Pflicht? ---Was steht in einer Patientenverfügung? ---Kann ich dabei Fehler machen? —Wie häufig sollte eine Patientenverfügungen erneuert werden?

Das Gleiche gilt für andere Vorsorgevollmachten. Viele glauben, dass in dem Fall, in dem sie selbst hilflos sind, der Ehegatte oder ein erwachsenes Kind für sie entscheiden kann. Dieses stimmt so nicht. Auch nahe Angehörige brauchen eine schriftliche Ermächtigung durch eine sogenannte Vorsorgevollmacht.

Liebe Leserinnen und Leser, viele Fragen die auf eine Antwort warten.

Der Verein „Jeder-trauert-anders e.V.“ bietet am

Mittwoch, dem 26. Oktober 2011 um 19.30

im Bürgersaal/ Dorfanger Boberg, Bockhorster Weg 1, 21031 Hamburg

einen Vortrag zu diesem Thema an:

 

„Patientenverfügung und Co. Sicherheit für alle Fälle“

 

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenvollmacht sind nur einige Begriffe, die in letzter Zeit modern geworden sind, deren Bedeutungen aber häufig unklar  sind  oder  sogar verwechselt werden. Neue Urteile und auch neue Gesetze machen das für den Betroffenen nicht unbedingt klarer. Dass aber neben der finanziellen Vorsorge auch für persönliche Schicksalsschläge, für Krankheit und Alter, für Unfälle und Demenz beispielsweise vorgesorgt werden muss, zeigen fast jeden Tag Berichte im Fernsehen über den Pflegenotstand in Deutschland. Vorsorgeanwalt Wolfhard F. Klatt erläutert, welche Möglichkeiten bestehen, sich auch in Zeiten der Not vor menschenunwürdiger Behandlung zu schützen.

Dauer der Veranstaltung ca. 1 Std. Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit weitere Fragen an den Vorsorgeanwalt Herr Wolfhard F. Klatt zu richten.

Desweiteren informiert Sie die 1. Vorsitzende des Vereins „Jeder trauert anders“

Frau Sigrid Maier-Busse über die Arbeit des Vereins sowie über Bestattungs-Vorsorge.

Anmeldung erwünscht unter 040-673 80 534 oder 040-730 18 50.

 

Zum Schluss noch ein Hinweis über eine unserer weiteren Veranstaltungen im

November 2011:

Freuen Sie sich auf lyrische Texte (u. A. von Eugen Roth) sowie gefühlvolle Abschiedsgedichte in Verbindung mit exzellenter Gitarrenmusik in herbstlicher Weinhaus-Atmosphäre. Den genauen Termin geben wir auf unserer Internetseite, in der lokalen Presse sowie in der November Ausgabe von Oststeinbek Aktuell bekannt.

 

Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.

Nie ist ihn einer so gegangen,

wie Du ihn gehen wirst.

Es ist Dein Weg.

 

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September 2011


Liebe Leserinnen und Leser,

man mag es kaum glauben, aber die Sommerpause von Oststeinbek Aktuell ist schon wieder vorüber. Wir hoffen, Sie hatten eine angenehme Zeit, die nicht durch Trauer und Leid beeinflusst wurde. Für all diejenigen die aber um einen lieben Menschen trauern, bleibt oft nur ein tröstendes Wort. Das gesprochene Wort ist aber häufig schnell vergessen. Anders ist es mit dem geschriebenen Wort. Das geschriebene Wort hat den Vorteil, dass man es beliebig oft betrachten kann. Man kann es wenden, man kann es deuten. Besonders Gedichte sprechen einem häufig aus der Seele, berühren das Herz, regen zum Nachdenken an und helfen den Weg der Trauer zu gehen. Oftmals kann man seine eigenen Gedanken nicht in Worte fassen, aber wenn man ein Gedicht liest, scheint es so als sei es nur für einen selbst geschrieben worden. Gedichte zum Abschied, zur Trauerfeier, oder als Nachruf zum Gedenken können Kraft geben.

Viele Menschen beginnen in traurigen Zeiten ihre Gedanken selbst niederzuschreiben, als Gedicht, als Geschichte oder als Tagebuch. Schreiben kann ein Instrument sein, das uns hilft Vergangenes zu bewahren und Gefühle nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, Hilfe zur Trauerbegleitung benötigen, oder Adressen von Institutionen die Trauerhilfe jeglicher Art anbieten haben möchten, rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf unseren nächsten Vortrag:

Am Mittwoch den 26.10.2011 um 19.30 referiert unser 2. Vorsitzender

Herr Wolfhard F. Klatt wieder zum Thema

„Patientenverfügung und Co- Sicherheit für alle Fälle“.

Die Veranstaltung findet im „Bürgerhaus Dorfanger Boberg“ statt. Weitere Informationen erhalten Sie in der nächsten Ausgabe von Oststeinbek Aktuell oder unter der Telefonnummer: 040-673 80 534

Natürlich kommt zum Schluss ein kleines Gedicht, denn wie oben schon erwähnt, kann ein Gedicht oder überhaupt das geschriebene Wort trösten. Nicht nur wir vom Verein

„Jeder trauert anders“, sondern auch viele Leser von Oststeinbek Aktuell haben uns ermutigt und gebeten diese „Tradition“ fortzusetzen.

 

Entfernung ist nichts.
Sich nah zu sein
ist eine Sache des Herzens.

 


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Juli/August 2011

 

Liebe Leserinnen und Leser,

so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Bräuche und Trauerkulturen.

Die Bestattungskultur im Wandel der Zeit.

Bestattungsbräuche und Rituale haben sich in den vergangenen Jahrhunderten sehr verändert. Gedanken an das Sterben und den Tod werden weit weggeschoben oder sogar ausgeblendet.

Die Werbung spielt uns eine gesunde und vitale Welt vor, dagegen wird die Gesellschaft in Wirklichkeit immer älter und das Gesundheitssystem immer teurer. Über allgemeine Themen wir Organspende, Sterbehilfe usw. wird viel diskutiert, über den eigenen Tod und das persönliche Sterben aber nur wenig gesprochen.

In früheren Jahrhunderten war der Tod den Menschen viel näher. Man starb meist zu Hause, die Bestattung war viel stärker eine Familienangelegenheit.

In den Großstädten sterben bis zu 70% der Menschen nicht in ihrer gewohnten Umgebung (einige Statistiken gehen sogar von bis zu 90% aus). In ländlichen Gegenden ist der prozentuale Anteil allerdings deutlich geringer.

Auch die Beisetzungsbräuche ändern sich. Wo früher längerfristige Bindungen in den Familien und religiöse Gemeinschaften Vorrang hatten, weichen heute Mobilität und  Individualisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Und das verändert auch die traditionelle Form der Bestattung und Trauer. Anonyme Bestattungen nehmen zu, und das nicht nur in den Städten. Hinterbliebene haben dann häufig Schwierigkeiten, da sie für ihre Trauer keinen konkreten Ort finden. Dabei ist das Angebot an Bestattungmöglichkeiten mittlerweile wesentlich vielfältiger als noch vor 20 Jahren. Ein Beispiel sind die sogenannten Baumbestattungen (wie z.B. FriedWald, Ewigforst oder auch Baumgräber auf vielen städtischen und kommunalen Friedhöfen). Hier haben die Hinterbliebenen die Möglichkeit den Ort der Beisetzung auch später aufsuchen zu können, ohne sich mit der „Grabpflege“ zu befassen. Trauer braucht einen Ort, so wird der Friedhof zum Ort des Trostes.

Wer seine Trauer verdrängt, wird unter Umständen nach Monaten oder Jahren von ihr eingeholt. Die Nachfrage nach Trauerberatern, Trauerbegleitern oder sonstigen Institutionen die Trauernde begleitet wird immer größer.

Liebe Leserinnen und Leser,

wie schon in den letzten Ausgaben von Oststeinbek Aktuell möchten wir Ihnen auch heute wieder eine Institution aus unserer Adressensammlung vorstellen. Heute ist es das Trauernetz. Diese Internetplattform ist eine Einrichtung der  evangelischen Kirche. Hier gibt es verschiedene Foren sowie einen „Chat“ um sich mit anderen Trauernden auszutauschen.

So wie das Trauernetz finden sich mittlerweile mehrerer solcher Gedächtnisseiten im Internet. Dort können Trauernde kurze Texte, Gedichte, Bilder oder Fotos z.B. in ein „Trauerbuch“ eintragen. Sie geben dadurch ihrer Trauer Ausdruck, oder lesen wie andere Menschen mit ihrer Trauer leben.

 

 

Falls Sie weitere Informationen über das Trauernetz benötigen, oder wir Ihnen mit anderen Adressen zur Trauerbewältigung weiterhelfen können, freuen wir uns über Ihren Anruf.

 

Liebe Leserinnen  liebe Leser, dieses ist die Sommer-Ausgabe von Oststeinbek Aktuell. Im August erschein unser „Grünes Blatt“ nicht.

Vielleicht freuen Sie sich, wenn wir Ihnen heute gleich zwei Gedichte mit in die Sommerpause geben.

 

 

 

Es war,  als hätt der Himmel
die Erde still geküsst, 
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.


Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht, 
es rauschten leis'  die Wälder,
so sternklar war die Nacht.


Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,   
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

 

(Joseph von Eichendorff)

 

Wie liegt die Welt so frisch und tauig
vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
ins grüne Tal hinein.

Mit allen Kreaturen bin ich
in schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl es innig,
und eben darum lieb ich sie.

Und wird auch mal der Himmel grauer;
wer voll Vertrau'n die Welt besieht,
den freut es, wenn ein Regenschauer
mit Sturm und Blitz vorüberzieht.

(Wilhelm Busch)

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Juni 2011

 

Liebe Leserinnen und Leser,

vor nicht allzu langer Zeit sagte mir eine Trauernde folgendes:

„Zum Weinen brauche ich keinen, von Freunden wünsche ich mir, dass sie mich zwischendurch mal auf andere Gedanken bringen!“

Das zeigt uns, dass die Art der Trauerbewältigung bei jedem anders ist.

Der Eine geht davon aus, dass es nicht hilfreich ist, vielleicht sogar die Dinge noch schlimmer macht, wenn man seinen schmerzhaften Gefühlen Raum gibt. Es wird ihm schwer fallen es auszuhalten wenn die Besucher oft und heftig weinen anstatt aufzumuntern und ablenken.

Als Gegenbeispiel bewältigt der Andere seine Trauer indem er seine schmerzhaften Gefühle zulässt und durch Weinen ausdrückt. Hier ist der Freund oder die Freundin gefragt, der/die zum Weinen ermuntert oder sogar mitweint.

Ob Trauernde die soziale Unterstützung ihres Umfeldes also wirklich als hilfreich empfinden hängt stark davon ab, ob sie mit ihren Vorstellungen über Trauer übereinstimmen und/oder anerkennen, dass Menschen mit einem Verlust unterschiedlich umgehen. Besonders innerhalb einer Familie, in der alle Mitglieder von einem Verlust ähnlich stark betroffen sind, ist diese Anerkennung unterschiedlicher Bewältigungsstile hilfreich, um sich nicht zusätzlich durch Vorwürfe und Missverständnisse  zu belasten (z.B. „Du trauerst ja gar nicht richtig“).

--Jeder trauert anders--

 

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute möchten wir Ihnen wieder eine Institution vorstellen die Trauernde oder einsame Menschen unterstützen kann.

Der Hamburger Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V.“ setzt sich für die Verbesserung der Lebensumstände alter Menschen und ihre Stellung in der Gesellschaft ein. Einsamkeit und soziale Isolation, Schmerzen und Krankheit, finanzielle Not bis hin zur Armut. Das alles sind Probleme, die viele alte Menschen und auch ihre Angehörigen in Deutschland belasten. Sie stehen Herausforderungen gegenüber, denen sie sich häufig nicht gewappnet fühlen. Der gemeinnütziger Verein unterstützt Initiativen, die alten Menschen, ihren Angehörigen und pflegenden Personen zugutekommen und arbeitet bundesweit mit erfahrenen Organisationen zusammen, die es sich zum Ziel gemacht haben, alte Menschen/Senioren zu unterstützen oder

Not im Alter vorzubeugen.


Der Verein entwickelt eigene Projekte in Zusammenarbeit mit bestehenden Vereinen und Verbänden, fördert oder erweitert bestehende Netzwerke.

Die Vorsitzende des Vereins, Frau Dagmar Hirche, wurde bereits mit mehreren Preisen für Ihr Engagement ausgezeichnet.

Falls Sie detailliertere Angaben benötigen, rufen Sie uns an. Wir reichen die Kontaktdaten sowie Informationen über weitere Institutionen, die Trauernden helfen können, gern an Sie weiter.

 

 

 

Es wird alles wieder gut werden!

Dieses Wort ist ein Zauberspruch.

Überall im Leben ist ein steter Wechsel von Schatten und Licht,

und jedes Übel bringt uns neue Anwartschaft auf Gutes;

wer diesem Guten entgegenhofft,

der genießt schon im Vorhinein die Zinsen eines noch nicht fälligen Kapitals.

Peter Rosegger, (1843 - 1918)

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Mai 2011


Liebe Leserinnen und Leser,

am 31. März 2011 konnten wir bereits den 1. Geburtstag unseres Vereins

„Jeder trauert anders e.V.“ begehen. Schon vielen Menschen konnten wir durch Vermittlung von Adressen, die Trauerbegleitung  jeglicher Art anbieten, helfen. Auch unsere Veranstaltungen fanden bereits reges Interesse. Nicht nur zu den Vorträgen über Patientenverfügung und Vorsorgeverfügungen begrüßten wir viele Zuhörer, sondern auch zu unserer letzten Veranstaltung:

Abschied nehmen muss (kann) man üben.

Frau Kerstin Grothe - vom ambulanten Hospizdienst in Reinbek - hat in der ihr eigenen empathischen Art und Weise mit den knapp 20 Besuchern der Veranstaltung über Abschiede, eigene Erfahrungen, Trauerphasen und Trauerrituale gesprochen. In angenehmer Atmosphäre war dies nicht etwa ein Vortrag, sondern vielmehr ein Gespräch und Gedankenaustausch zwischen Trauernden und der Trauerbegleiterin. Wir freuen uns, dass die Veranstaltung auf so positive Resonanz stieß.

 

Am 11. April 2011 begrüßte die 1. Vorsitzende Frau Sigrid Maier-Busse die Mitglieder des Vereins zur 1. Jahreshauptversammlung. Die Ergebnisse des vergangenen Vereinsjahres wurden noch einmal zusammengefasst. Außerdem wurden Vorschläge für weitere Veranstaltungen erörtert. Unser Fazit war: Wir sind auf dem richtigen Weg. Nachdem schon so viel Menschen unsere Hilfe suchten, bzw. zu unseren Veranstaltungen kamen, sehen wir uns in unserer Aufgabe bestärkt Trauernde zu unterstützen.

 

Auch heute möchten wir Ihnen wieder eine Institution vorstellen die Trauernden helfen kann. Das Ziel des Vereins „Lange aktiv bleiben“ - Lebensabend-Bewegung Landesverband Hamburg e.V. besteht darin, älteren Menschen eine Möglichkeit zu schaffen, mit- und füreinander aktiv die Zeit neben und nach ihrem Berufs- oder Familienleben zu gestalten. Ein vielfältiges und interessantes Programm wird angeboten wie z. B. Sprachkurse, Gymnastik, Umgang mit dem PC erlernen, oder auch gemeinsame Reisen und Ausflüge. Es gibt ca. 14  Begegnungsstätten in Hamburg wie z.B. in: Hamm, City-Nord, Ohlsdorf, Eppendorf/Hoheluft, Groß Borstel, oder in Mümmelmannsberg.

Falls Sie mehr Informationen über den Verein: „Lange aktiv bleiben“

Lebensabend-Bewegung Landesverband Hamburg e.V. benötigen, rufen Sie uns an.

 

Für die Mai Ausgabe von Oststeinbek Aktuell haben wir heute ein schönes Mai-Gedicht von Wilhelm Busch für Sie:

Sei mir gegrüßt, du lieber Mai,
mit Laub und Blüten mancherlei!
Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen,
vom Morgensonnenstrahl beschienen!
Wie fliegt ihr munter ein und aus
in Imker dralles Bienenhaus
und seid zu dieser Morgenzeit
so früh schon voller Tätigkeit.
Für Diebe ist hier nichts zu machen,
denn vor dem Tore stehn die Wachen.
Und all´ die wacker´n Handwerksleute
die hauen, messen stillvergnügt,
bis daß die Seite sich zur Seite
schön sechsgeeckt zusammenfügt.
Schau! Bienenlieschen in der Frühe
bringt Staub und Kehricht vor die Tür;
Ja! Reinlichkeit macht viele Mühe,
doch später macht sie auch Pläsier.

 

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April 2011

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht fragen auch Sie sich gerade: „Wer kann mir in meiner Trauer helfen? Wo bekomme ich Unterstützung?“ Dass wir Ihnen in solchen Situationen gern helfen und Adressen von Institutionen –die Trauerhilfe jeglicher Art anbieten - an Sie weiterleiten möchten, haben wir in den letzten Ausgaben von Oststeinbek Aktuell schon mehrfach geschrieben. Aber was sind das genau für Einrichtungen? Für wen sind sie geeignet?

In unregelmäßigen Abständen möchten wir Ihnen einige, natürlich vollkommen wertungsfrei, kurz vorstellen.

 

Da wäre z.B. der Verein I.K.A.R.U.S.

Nun, dieser Verein hat  nichts mit der griechischen Mythologie zu tun, sondern ist vielmehr die Abkürzung für: Informations-und Kontaktstelle-Aktiver-Ruhe-Stand e.V.

Hier werden Verbindungen zu Interessengruppen und Vereinen geschaffen und über Angebote an Freizeit-, Sport-, Bildungs- und Kontaktmöglichkeiten im Großraum Hamburg informiert. Wer eine sinnvolle Aufgabe- z. B. das Engagement für Andere- sucht, ist hier richtig. I.K.A.R.U.S. lädt zum Mitmachen ein und hat auch sonst viel zu bieten.

 

Häufig hat unser Verein „Jeder trauert anders e.V.“ Trauernde auch schon auf  das Trauercafé vom  ambulanten Hospizdienst  Reinbek aufmerksam gemacht. Das Trauercafé möchte Menschen in ihrer Trauer begleiten und einem geschützten Rahmen für einen Austausch mit anderen Hinterbliebenen anbieten. Ausgebildete Trauerbegleiter leiten dieses monatliche Treffen. Neben diesen Treffen sind auch Einzelbegleitungen möglich.

 

Schon viele Menschen haben von dem Verein Verwaiste Eltern und Geschwister Hamburg e.V. gehört. In, von ausgebildeten Trauerbegleitern, geleiteten Gesprächsgruppen wird hier z.B. Zeit und Raum für die eigene Trauer gegeben. Desweiteren werden überregionale Trauerseminare veranstaltet.

Eine der Gruppen wendet sich speziell an trauernde Kinder und Jugendliche. Hier werden Kinder und Jugendliche z.B. unterstützt ihren individuellen Trauerweg zu finden.

 

Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, das Angebot ist sehr vielfältig - genauso wie die Trauer jedes einzelnen individuell und vielfältig ist.

Rufen Sie uns an, wenn Sie Adressen oder Informationen benötigen. Wir unterstützen Sie gern.

 

Wenn dichte Wolken den Himmel bedecken

und hefiger Sturm ausbricht,

so sehen unsere Augen nur traurige Finsternis

und unsere Ohren betäubt der Donner,

und all unsere Sinne erstarren vor Schrecken;

aber unterdessen bleibt im Himmel stets

die gleiche Ruhe und Heiterkeit.

 

(Johannes Calvin)

 

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März 2011

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

………und immer wieder muss man Abschied nehmen…………

Dieser Satz könnte ohne weiteres ein Buchtitel oder der Titel eines Liedes sein. Jedoch müssen wir uns häufiger mit Abschieden beschäftigen als uns lieb ist. Durch die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit der damit verbundenen Gefühle, sind sie häufig kompliziert. Abschiede betreffen nicht nur Tod, Unglück, Auseinanderbrechen oder Beenden von Beziehungen, sondern manchmal auch den Umzug in einen anderen Ort, den Wechsel einer Arbeitsstätte.

 

Wir leben unser Leben lang mit dem Abschied:

-von der Geborgenheit der Mutter,

-von Freunden aus der Schulzeit,

-von Großeltern, weil sie gestorben sind,

-von der ersten Liebe,

-von Ideen, Sehnsüchten und Wünschen.

 

Größere und kleinere Abschiede bestimmen unser Leben. Je nachdem wie wir Abschiede erlebt haben, können die Erfahrungen, die wir gemacht haben, uns dabei helfen aus den Lebenskrisen auch Lebenschancen zu machen.

 

Wie lässt sich Abschied nehmen lernen?

Vielleicht indem wir das Hergeben und Loslassen üben?!

Bekanntlicherweise ist der Mensch ein Sammler. Er will alles festhalten, was er im Laufe des Lebens gesammelt und gewonnen hat. Er hütet seinen Besitz der aus Beziehungen, Erinnerungen, Leistungen und aus seiner Persönlichkeit besteht.

Vielleicht müssen wir manchmal auch dort eine Inventur vornehmen- aussortieren - sich trennen von Entbehrlichen.

 

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf unserer nächsten Veranstaltung.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir dafür Frau Kerstin Grothe als Referentin gewonnen haben.

Frau Grothe ist Mitarbeiterin im ambulanten Hospizdienst Reinbek und dort als Sterbe- und Trauerbegleiterin tätig. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Leitung des Trauercafés.

 

Am

Mittwoch d. 23. März 2011 um 19.30

 

laden wir Sie herzlich ein zu unserer kostenlosen Veranstaltung:

 

„Abschied nehmen kann man üben“

 

im

„Weinhaus an derBergstraße“

Am Langberg 104

21033 Hamburg Boberg

 

 

Telefonische Anmeldungen erwünscht (jedoch nicht erforderlich)

unter 040-673 80 534 ( u.U. Anrufbeantworter)

oder 040-730 18 50

Über ein reges Interesse würden wir uns freuen.

 

Vielleicht bedeutet Liebe auch zu lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt,
nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Wege stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die,
die wir lieben.

 

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Februar 2011

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

in unserer heutigen Gesellschaft sind Fröhlichkeit und Heiterkeit gern gesehen. Positive Emotionen stecken an.

Aber wie sieht es mit den Themen: Verlust, Trauer, Tod, Sterben aus?

Es scheint fast so, als wären offene Trauer und Gefühlsäußerungen hervorgerufen durch Trennung, schwere Krankheit, den Tod eines geliebten Menschen nicht erwünscht.

Während Lachen in der Öffentlichkeit als ganz normal empfunden wird, löst Weinen in der Gesellschaft statt Mitgefühl oder sogar Anteilnahme häufig Befremdung aus. Viele schauen sogar weg wenn sie einen Weinenden sehen. Warum ist das so? Diese Frage zu beantworten ist schwierig, Wer beschäftigt sich schon gern im täglichen Leben mit diesem Thema? Vielleicht liegt es an der sich wandelnden Trauerkultur.

Während der Prozess des (Be-)Trauerns früher zum Alltag in unserer Gesellschaft zählte, werden heute oftmals Formen der offensichtlichen Trauer als „unzeitgemäß“ empfunden. Der moderne Mensch ist aktiv und dynamisch. Doch Trauer trifft jeden Menschen. Je nach Ursache mit unterschiedlicher Härte. Trauerprozesse werden auch ausgelöst durch Trennungen, Scheidungen, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder eine ungewollte Veränderung der Lebenssituation. Trauer ist eine natürliche Reaktion auf Krisen.

Früher haben gesunde Familienstrukturen Trauer aufgefangen. In unserer Gesellschaft ist es nicht „angesagt“ Trauer zu zeigen. Aber—„die Psyche setzt sich immer durch“-

Es gibt viele Facetten der Trauer, genauso wie es viele Facetten von Verlusten gibt.

Jeder Mensch trauert anders. Es gibt keine Regelung wie lange oder wie intensiv. In unserer Persönlichkeit, in unseren Beziehungen sind wir alle verschieden. Jeder hat eine andere Erwartung und Wertstellung vom Leben.

Aber eins ist immer gleich: Trauer darf nicht unterdrückt werden.

Für den einen ist es der Therapeut der helfen kann, dem anderen hilft eher die Gesellschaft in einem Sport- Kultur- oder sonstigem Verein. Auch die vielen Foren im Internet können manchmal Anlaufstelle für einen ersten Dialog sein.

Falls Sie Unterstützung auf der Suche nach Adressen für Trauerbegleitung jeglicher Art benötigen, rufen Sie uns an. Gern helfen wir Ihnen weiter.

 

Zum Schluss wieder ein kleiner Spruch:

 

Jeder Tag ist ein kleines Leben,
das heißt,
ein zu bewältigendes Angebot
und nicht ein Berg,
den wir nicht übersteigen können.

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Januar 2011

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

vor einigen Tagen haben wir das Jahr 2011 begrüßt. Beim Jahreswechsel schaut man häufig auf das vergangene, alte Jahr zurück  und fragt sich: „Was hat sich alles verändert? Wo betrat ich neue Wege? Wo begegnete mir unverhofft eine hilfreiche Hand? Wer hat mich durch dieses Jahr begleitet? Von wem musste ich Abschied nehmen?“ Menschen mit denen man eng verbunden war, sind nicht mehr da. Man spürt, dass viele Dinge nicht in der eigenen Hand liegen. Man musste das nehmen, was kam und es so nehmen, wie es kam.

Der Beginn eines neuen Jahres bedeutet auch immer der Beginn einer neuen Zeit.

Eine Zeit das Alte zurückzulassen, sich an das Gute erinnern und Unrecht vergeben.

Eine Zeit die Kraft aufzubringen nichts festhalten zu wollen, was man nicht halten kann.

Eine Zeit um mit Zuversicht den Blick auf das neue Jahr zu lenken.

Auch die Trauer braucht ihre Zeit.

 

Falls Sie auf dem Weg durch Ihre Trauer Unterstützung brauchen, wenden Sie sich gern an uns. Wir vermitteln Ihnen auf Wunsch Adressen von Institutionen die helfen können den schweren Weg der Trauer zu durchleben.

 

Liebe Leserinnen, lieber Leser, auch in diesem Jahr wollen wir wieder Vorträge und Veranstaltungen anbieten. Leider lagen uns bei Redaktionsschluss von „Oststeinbek Aktuell“ noch keine konkreten Termine vor. Wir müssen Sie daher auf die nächsten Ausgaben vertrösten, oder Sie schauen auf unsere Homepage.

 

Zum Schluss wieder ein kleiner Spruch:

Zeit zu haben bedeutet
sich Zeit zu nehmen
die Dinge zu tun
die du wirklich tun möchtest.

 

mit herzlichen Grüßen

Sigrid Maier-Busse

Hendrik Maier

 

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Jeder trauert anders